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Fischland-Darss

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Zingst
die deutsche Halbinsel, liegt am östlichen Ende der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern. Die amtsfreie Gemeinde Zingst umfasst die gesamte Halbinsel sowie die ihr südlich vorgelagerten Inseln Kirr und Barther Oie. Die Gemeinde ist seit 2002 ein staatlich anerkanntes Seeheilbad. Der Artikel behandelt beide Aspekte: die geografisch-naturräumliche Einheit Zingst und das politische Gemeinwesen Zingst.

Die ersten Besiedlungsspuren auf der ursprünglichen Insel stammen aus der mittleren Steinzeit vor 5000 bis 6000 Jahren. Am Ende der Weichseleiszeit lag der Meeresspiegel tiefer und die Insel war deshalb mit dem Festland verbunden. So wurden beim Ortsteil Müggenburg, auf den Sundischen Wiesen und an der Hohen Düne Feuersteinwerkzeuge aus dieser Zeit gefunden. In der jüngeren Steinzeit erreichte der Meeresspiegel das heutige Niveau. Aus dieser Zeit stammen Funde bei Prerow. Danach brach die nachweisbare Besiedlung der Insel ab. Sie wurde aber weiterhin wirtschaftlich vor allem durch bei Barth ansässige Slawen genutzt. So bedeutet der Name Zingst Heuinsel und leitet sich aus dem slawischen Zeno (Heu) ab.

Die nachfolgende deutsche Besiedlung im Rahmen der Ostkolonisation setzte sehr zögerlich ein. Bis zum Jahr 1292 gehörte die Insel zum Fürstentum Rügen. Die am Prerower Strom liegende Hertesburg nutzte der Landesfürst als Zollstelle. Im gleichen Jahr verkaufte Wizlaw II. von Rügen dem Zisterzienserkloster Neuenkamp für 2000 Sundische Mark die Insel. Dieses begann, erste Bauern auf Zingst anzusiedeln. Der Ostteil der Insel gehörte seit 1290 der Stadt Stralsund. Davon zeugen noch einige Grenzsteine im Osterwald. Stralsund nutzte das Land vor allem als Viehweide, woher sich auch der Name „Sundische Wiesen“ ableitet. Im 15. Jahrhundert waren die Likedeeler rund um den Zingst aktiv. Bis 1441 waren große Teile der Insel im Besitz des Klosters auf Hiddensee, dann wurde sie an den Herzog Barnim VIII. verkauft. Mit Einverständnis seiner Vettern verpfändete er später das Land Zingst zusammen mit den Ländern Barth und Damgarten für 20.000 Gulden an seine Nichte Katharine von Werle.

Im Jahr 1532 fanden die beiden Ortsbestandteile von Zingst, Pahlen und Hanshagen, sowie der fürstliche Viehhof Rothem Haus erstmals urkundlich Erwähnung. Andere Quellen sprechen dafür, dass Pahlen und Hanshagen bereits im 13. Jahrhundert als deutsch-slawische Siedlungen erwähnt wurden. Dabei ist der Name Pahlen slawischen und Hanshagen hingegen deutschen Ursprungs. Im Jahr 1578 kam es zum Grenzstreit zwischen Stralsund, Barth und Zingst, in dessen Folge Grenzsteine auf der Insel gesetzt wurden. Heute noch findet man einen Stein am so genannten „Dreiländereck“ im Osterwald. Im Jahr 1660 wurde an der Ostspitze von Zingst das Bauerndorf Pramort gegründet. Weitere Siedlungen sind Müggenburg, Bey den Wiesen und Straminke (später Forstgehöft). Die Siedlung Straminke fiel bis auf wenige Häuser dem Sturmhochwasser im Jahr 1625 zum Opfer. Im Jahr 1648 kam Zingst wie ganz Vorpommern in Folge des Dreißigjährigen Krieges unter schwedische Herrschaft. Auch nach dem Ende des Großen Nordischen Krieges gehörte der Zingst bis zum Frieden von Kiel zu Schwedisch-Pommern. Ab 1815 wurde das Gebiet preußisch.

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Der Darß

ist der mittlere Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die an der südlichen Ostseeküste bei Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, liegt. Der Name Darß leitet sich vom altslawischen Wort draci für Dornenstrauch ab und bedeutet also Dornort.

Der Darß schließt sich nordöstlich an das Fischland an und geht seinerseits im Osten in die Halbinsel Zingst über, die Grenze bildet hier der Prerower Strom. Im Norden wird er von der Ostsee und im Süden vom Saaler Bodden und vom Bodstedter Bodden begrenzt, die zur Darß-Zingster Boddenkette gehören. Der Darß hat eine Nord-Süd-Ausdehnung und eine West-Ost-Ausdehnung von jeweils zehn bis zwölf Kilometern und umfasst die Dörfer Born a. Darß, Prerow und Wieck. Der Ortsteil Ahrenshoop der Gemeinde Ahrenshoop gehört zum Vordarß, während die südlicheren Ortsteile Ahrenshoops, Althagen und Niehagen, zum Fischland gehören.

Der größte Teil des Darßes ist von Wald bedeckt, dem 5800 ha großen Darßwald. An der Nordspitze des Darßes, am Darßer Ort, steht der gleichnamige Leuchtturm. Über die geologische Entwicklung sowie die Flora und Fauna des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft informiert die Nationalparkausstellung in Wieck a. Darß und das dem Leuchtturm Darßer Ort angegliederte Natureum als Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund. Dem Darßer Ort ist eine ausgedehnte Kette von Sandbänken in nordöstlicher Richtung vorgelagert. Der gesamte Bereich um den Darßer Ort sowie der Nordwestteil des Darßwaldes gehören zur Schutzzone I des Nationalparks und dürfen nur auf ausgeschilderten Wegen begangen werden. Auch der Rest des Waldgebietes ist Teil des Nationalparks.

Historisch gehören Darß und Zingst zu Vorpommern. Der Darß grenzte mit dem Vordarß am südlichen Ende des heutigen Ortsteiles Ahrenshoop an Mecklenburg-Schwerin. Die Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg lag Am Strom, der als Verbindung zwischen Ostsee und Saaler Bodden am heutigen Grenzweg noch bis ins Mittelalter den Darß zu einer Insel machte. Der versandete Strom wie auch der Grenzweg tragen noch heute diese Wegbezeichnungen im Ortsteil Ahrenshoop. Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zur Napoleonzeit war der Darß wie ganz Vorpommern schwedisch bzw. von 1715 bis 1720 für kurze Zeit dänisch. Die Am Strom befindliche Grenze bestand lange Zeit nur aus einer Zollstation, die sich erst im 19. Jahrhundert zu dem Bade- und Pensionistenort Ahrenshoop entwickelte. Für kurze Zeit unterhielt die SS 1941 das KZ Darß-Wieck, ein Außenlager des KZ Neuengamme.

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Das Fischland
ist ein Isthmus (eine Landbrücke) an der südlichen Ostseeküste der Mecklenburger Bucht und Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Als ehemalige Insel wird es durch die bis ins 14. Jahrhundert schiffbaren Mündungsarme der Recknitz begrenzt: Im Süden der Permin, im Norden Loop. In neuerer Zeit werden als Südgrenze meist die Recknitzer Stadtwiesen und die Rostocker Heide genommen. Im Westen und Osten sind die Grenzen heute wesentlich einfacher zu finden: zum einen das aktive Kliff an der Ostsee, zum anderen die nur wenige Zentimeter über dem Meeresspiegel liegende Küstenlinie am Saaler Bodden. Das Fischland ist etwa 5 km lang, zwischen 500 m und 2 km breit und verläuft von Südwest nach Nordost.

Der pleistozäne Inselkern, der starken Veränderungen durch Wasser und Wind unterworfen ist, besteht aus Geschiebesanden und Geschiebemergel. Es bildete sich eine Ausgleichsküste. Erst Ende des 14. Jahrhunderts wurden die bis dahin noch bestehenden zwei Verbindungen zwischen Ostsee und Bodden durch die Hanse zugeschüttet, um dem Konkurrenten Ribnitz den Zugang zum Meer zu erschweren. Dadurch wurden Fischland und Darß zur Halbinsel.

Noch heute tragen Stürme durchschnittlich einen halben Meter pro Jahr an der Küste vom Fischland ab, um es weiter nördlich am Darßer Ort wieder anzulagern. Ohne aufwändige Küstenschutzmaßnahmen wären die schmalen Landbrücken vermutlich längst wieder zerstört.

In der Nähe des Steilufers Althagen/Niehagen liegt der Bakelberg. Er ist mit 17,9 Meter über NN die höchste Erhebung auf dem Fischland.

Auf dem Fischland liegen insgesamt nur vier Orte, die heute größtenteils ineinander übergehen: die Ahrenshooper Ortsteile Althagen und Niehagen sowie die Gemeinde Wustrow mit dem Ortsteil Barnstorf. Das als Urlaubs- und Wohnort von Künstlern bekannte Dorf Ahrenshoop auf (vor)pommerschem Gebiet liegt jedoch nicht auf dem Fischland, sondern auf dem Vordarß. Nördlich begrenzt wird das Fischland am heutigen Grenzweg in der Gemeinde Ahrenshoop. Dort verlief früher der Loop, wo die Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern markiert worden ist; diese hat sich bis in unsere Zeit als Grenze zwischen der Mecklenburgischen und der Pommerschen Landeskirche erhalten.

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