Insel Föhr und Inselrundfahrten auf Föhr mit dem Friesenexpress Föhr

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Insel-Baltrum

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Baltrum ist eine Düneninsel vor der Küste von Ostfriesland in Niedersachsen. Sie liegt in der Mitte der Kette der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln und ist sowohl nach Fläche als auch nach Einwohnerzahl deren kleinste.

Baltrum hat eine Länge von 5 Kilometern, eine Breite von bis zu 1,4 Kilometern und eine Fläche von derzeit rund 6,5 Quadratkilometern. Somit ist sie die flächenmäßig kleinste der sieben dauerhaft bewohnten Ostfriesischen Inseln.

Im Westen wird Baltrum durch das Seegatt Wichter Ee von Norderney und im Osten durch das Seegatt Accumer Ee von Langeoog getrennt. Die höchste Erhebung der Insel ist eine in der Inselmitte befindliche Aussichtsdüne mit 19,3 Meter ü. NN. Der besiedelte Teil im Nordwesten der Insel besteht aus drei Teilen, dem „Westdorf“, dem „Ostdorf“ und dem „alten Ostdorf“. Baltrum verfügt über einen Fährhafen, ein Flugfeld und verschiedene Fremdenverkehrseinrichtungen.

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Geschichte

Karte von Baltrum durch Karl Ludwig von Le Coq 1805 mit dem InseldorfDurch die Geographen Strabon und Plinius gab es bereits im 1. Jahrhundert vor und nach Christus Hinweise auf die Existenz der Insel. Während der Häuptlingszeit von 1350 bis 1464 gehörten die Ostfriesischen Inseln zum Herrschaftsgebiet der Familie tom Brok. Baltrum wurde erstmals 1398 urkundlich erwähnt, als Widzel tom Brok Balteringe (wie auch die anderen ostfriesischen Inseln) dem Herzog Albrecht von Bayern übereignete und sie anschließend von diesem als Lehen zurückerhielt.

Im 17. Jahrhundert hatte Baltrum die typische langgestreckte Form einer Barriere-Insel wie Norderney oder Juist heute. Im Laufe der folgenden Jahre verlor sie massiv Land am Westende, ohne dass im Gegenzug vergleichbar Land am Ostende dazu gewonnen wurde. Zwischen 1650 und 1960 ist die Insel am Westende etwa 5 Kilometer nach Osten gewandert, das Ostende wurde dagegen nur um etwa 1,5 Kilometer nach Osten verlagert. Von der Bereisung durch eine Kommission 1650 wird berichtet, dass die 14 damaligen Bewohner der Düneninsel durch das Meer gefährdet waren. 1737 gab es ein Inseldorf mit Inselkirche, das um 1800 wegen Übersandung durch Wanderdünen aufgegeben wurde. Als neues Dorf entstand etwa 800 Meter westlich der heutigen Insel (im Bereich der heutigen Othelloplate, einer Sandbank zwischen Baltrum und Norderney) das Westdorf. Außerdem bestand im Osten das Ostdorf. Nach einer Sturmflut im Jahre 1825, die die Insel in mehrere Teile zerriss und fast unbewohnbar machte, wurde das Westdorf aufgegeben.

Ab etwa 1870 wurden Inselschutzwerke durch Buhnen, Holzpalisaden und halbmassive, später massive Deckwerke geschaffen. Auf der Insel schützen Deiche das bebaute Gebiet gegen Überflutungen.

Auf Baltrum gibt es keine offiziellen Straßennamen, sondern lediglich Hausnummern. Derzeit (Stand: 2009) sind es etwas über 300. Die Nummer wird im Grundsatz entsprechend dem Zeitpunkt des Hausbaus aufsteigend zugewiesen. Auf diese Weise erlaubt die Hausnummer einen groben Einblick in die bauliche Historie. Jedoch ist die Hausnummer nicht an das Gebäude, sondern an den Bauplatz gebunden. Daher kann ein Neubau eine sehr niedrige Nummer führen, wenn er als Ersatz für ein älteres, abgebrochenes Haus errichtet wurde.

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Tourismus

Strand auf BaltrumIm Jahre 1876 wurde Baltrum „Seebad“, doch die touristische Entwicklung ging nur langsam voran. Seit 1966 ist Baltrum staatlich anerkanntes Nordseeheilbad.

1892 wurde das Hotel Küper, 1895 das Hotel zur Post eröffnet. Vor dem Zweiten Weltkrieg kamen pro Saison 5.000 bis 6.000 Besucher, 1960 fast 17.000, und seit den 1970er Jahren sind es pro Saison über 30.000 Gäste. Neben den etwa 500 Einwohnern sind in der Saison ständig rund 3.000 Gäste auf der Insel, womit die Aufnahmekapazität erschöpft ist. Im Vergleich zu anderen Inseln wurde der Tourismus auf Baltrum erst relativ spät gefördert.


Sehenswürdigkeiten
Alte Inselkirche: Sie wurde 1826 als evangelisch-lutherische Kirche erbaut und wird heute, nach zwischenzeitlicher Nutzung als katholische Kirche und Leichenhalle nur noch für Trauungen und Taufen, sowie für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Große evangelisch-lutherische Inselkirche: Sie wurde in den Jahren 1929/30 erbaut. 1959 wurden die beiden Seitenschiffe angebaut, 1964/65 der Turm erhöht.
Kirche St. Nikolaus: Der Grundstein für die katholische Inselkirche wurde am Nikolaustag 1956 gelegt, an Christi Himmelfahrt 1957 wurde sie eingeweiht. Die Kirche besteht aus einem geschlossenen Teil (Winterkirche) und einem Vorhof mit einem reetgedeckten Umgang (Sommerkirche), Die Winterkirche kann etwa 50 Gottesdienstbesucher aufnehmen. Die Sommerkirche wird nur in der Hauptsaison genutzt und ist für bis zu 300 Personen ausgelegt. Erbauer der Kirche ist der Osnabrücker Architekt Heinrich Feldwisch-Drentrup. Die Glasfenster wurden von Margarete Franke geschaffen.
Historisches Pfahlschutzwerk: Es befindet sich an der Süd-West-Seite der Insel und stammt ursprünglich aus den 1880er Jahren. In den Jahren 1930/1931 wurde es grunderneuert. Heute ist nur noch ein kleines Teilstück zwischen Hafen und Westkopf erhalten, das unter Denkmalschutz steht und 2008 im Zuge der umfangreichen Sanierungsarbeiten am Deckwerk des Westkopfs instandgesetzt wurde.
Heimatmuseum im alten Zollhaus: Es wurde am 24. Mai 2007 vom Heimatverein Baltrum eröffnet. Die Ausstellung umfasst einen heimatkundlichen und einen naturkundlichen Teil.
Nationalparkhaus: Es wurde 1987 im ehemaligen Schuppen der Reederei Baltrum Linie eröffnet. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Thema Gezeiten.

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