Insel Föhr und Inselrundfahrten auf Föhr mit dem Friesenexpress Föhr

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Insel-Nordstrand

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Nordstrand (friesisch: Noordströön) ist eine zu Schleswig-Holstein gehörende eingedeichte nordfriesische ehemalige Marschinsel vor Husum.

Geographie
Nordstrand bildet mit Ausnahme des eigenständigen Elisabeth-Sophien-Kooges und unter Einschluss der Hallig Nordstrandischmoor die gleichnamige Gemeinde Nordstrand. In den Jahren 1906 bis 1934 entstand in mehreren Stufen der 2,5 km lange Nordstrander Damm, der die Insel seither mit dem Festland verbindet. Seit Fertigstellung des Beltringharder Kooges 1987 verfügt Nordstrand über eine wesentlich größere Festlandanbindung und ist damit eine Halbinsel, die von drei Seiten vom Meer umgeben ist. Die Fläche der ehemaligen Insel betrug 48,6 km² (einschließlich der Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog, jedoch ohne die zur Gemeinde Nordstrand gehörige Hallig Nordstrandischmoor). Vom Beltringharder Koog mit einer Fläche von insgesamt 35,41 km² wurden 12,17 km² der Gemeinde Nordstrand zugeschlagen.

Von wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung ist der Hafen Strucklahnungshörn, von dem aus regelmäßige Fährverbindungen zur Nachbarinsel Pellworm sowie saisonabhängige Verbindungen mit Ausflugsschiffen in die nordfriesische Insel- und Halligwelt bestehen. Außerdem bestehen Schnellbootverbindungen zwischen Strucklahnungshörn, Pellworm, Hooge, Amrum und Sylt. Zahlreiche Fährlinien verbinden Nordstrand mit den anderen nordfriesischen Inseln und Halligen. Im Hafen Strucklahnungshörn unterhält die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) eine Station. Anfang November 2008 wurde der bis dahin dort stationierte Seenotkreuzer Vormann Leiss durch Eiswette, einen Seenotkreuzer neuester Klasse mit nur 1,30 Meter Tiefgang, ersetzt.

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Geschichte
Noch um das Jahr 1200 gehörte das heutige Nordstrand zu einer großen eingedeichten Halbinsel, deren Hauptort das legendäre Rungholt war. Sie lag nördlich der drei nunmehr zur Halbinsel Eiderstedt vereinigten Inseln Utholm, Everschop und Eiderstedt und füllte den größten Teil der heutigen Husumer Bucht aus. Nach dem Erdbuch von Waldemar II. hatte Nordstrand 59 Kirchen und Kapellen in fünf Harden. Die Fluten von 1300 und vom 15./16. Januar 1362, die Zweite Marcellusflut oder sogenannte 1. Mandränke, führten zur Gestaltung einer hufeisenförmigen, vom Festland ziemlich weitab liegenden Insel. Die beiden Enden des Hufeisens bildeten die jetzigen Inseln Nordstrand und Pellworm, während das heutige Nordstrandischmoor als wüstes, unbewohntes Hochmoor in deren Mitte lag. Das alte Nordstrand wurde durch die Flut von 11. November 1436 durchbrochen, aber die entblößten Stellen schlickten in den ruhigen Folgejahren wieder zu und wurden 1500 abermals eingedeicht.

So blieb es bis zum Jahre 1634, als am 11. Oktober in einer einzigen Abendstunde die später Burchardiflut genannte Sturmflut erhebliche Zerstörungen verursachte. Aus der einen großen Insel bildeten sich die heutigen, kleineren Inseln Nordstrand und Pellworm sowie die Halligen Nordstrandischmoor, Hamburger Hallig und Südfall. In denkbar kürzester Zeit wurden 20 Kirchspiele mit 19 Kirchen (3 blieben erhalten), 1.332 Häusern und 30 Windmühlen vernichtet, mehr als 6.400 Menschen, darunter 9 Prediger, fanden den Tod in den Wellen, 2.633 Menschen überlebten die Schreckensnacht. Vor dieser Flut hatte Nordstrand eine Fläche von 22.169 Hektar; um 1905/06 nur noch 9.000 durch Deiche geschützte Hektar.

Nach der Flut war die Bevölkerung auf der Insel stark verkleinert und wirtschaftlich ruiniert. Die Einwohner flüchteten auf das höhergelegene Nordstrandischmoor, siedelten auf dem Festland oder wanderten bis in die Niederlande oder die Uckermark aus, während die Reste Alt-Nordstrands schutzlos der See preisgegeben wurden. Den Bewohnern des gleichermaßen betroffenen Pellworm gelang es sehr schnell, ihre Insel wieder zu schützen und neu einzudeichen. Der Meeresstrom der Norderhever zerstörte in den folgenden Jahrzehnten die Landbrücke zwischen Nordstrand und Pellworm endgültig.

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Das Gebiet um Nordstrand um 1650 auf einer Karte von Johannes Mejer1652 unterschrieb der Gottorfer Herzog Friedrich III. einen Oktroy, damit die Insel Nordstrand wieder eingedeicht wurde, der dem Brabanter Deichgrafen Quirinus Indervelden weitgehende Rechte auf der Insel zusprach, sollte er sie vor dem Meer schützen. Er gewährte Indervelden Eigentum am gesamten Land, was zu bitteren Protesten der ehemaligen friesischen Inselbewohner führte. Die vor allem aus Flandern und Brabant stammenden katholischen Deichbauer genossen Religionsfreiheit, eine zeitlich begrenzte Abgabenfreiheit und durften selbst Gerichtswesen, Polizei, Verwaltung und Außenhandel der Insel organisieren. Militärische Zwangseinquartierungen waren ausgeschlossen.

Sie konnten 1654 den ersten neuen Koog eindeichen. Obwohl eine schwere Sturmflut 1655 mehrere neu gebaute Dämme und Deiche zerstörte, gelang es doch in den folgenden Jahren, weitere Gebiete zu erschließen: 1657 den Maria-Elisabeth-Koog, 1663 den Trindermarsch-Koog und 1691 den Neuen Koog. Der Oktroy selbst blieb über 200 Jahre in Kraft, bis Preußen in ganz Nordfriesland die Preußische Gemeindeverfassung einführte.

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