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Pellworm (Betonung auf der zweiten Silbe; dänisch Pelvorm, friesisch Pälweerm) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-
Geographie
Pellworm ist die drittgrößte nordfriesische Insel. Ihre Ausdehnung beträgt 7 km in West-
Sie besteht aus dem Westteil der ehemaligen Insel Strand, die 1634 in der Burchardiflut zerstört wurde. Pellworm, Nordstrand und einige der Halligen sind Bruchstücke der ehemaligen Insel.
Ursache für die Katastrophe war unter anderem der massive Torfabbau in der Region, der zu einer Absenkung des allgemeinen Landpegels führte. Zudem hatten sich die Strömungsverhältnisse im Wattenmeer verändert. Heute liegt Pellworm im Schnitt etwa 1 Meter unter NN und ist somit durch den Klimawandel mit ansteigenden Meerespegeln in seiner Existenz bedroht. Die Insel wird daher von einem 8 Meter hohen und 25 km langen Deich geschützt.
Bevölkerung
Wahrscheinlich seit dem 8. Jahrhundert, spätestens aber um das Jahr 1000 wanderten die Friesen aus dem Raum der Rheinmündung in die nordfriesische Inselwelt ein und gelangten damit auch nach Pellworm. Im Laufe der Jahre änderte sich durch Aus-
Die Bevölkerung von Pellworm ist vorwiegend evangelisch-
Heute wird auf Pellworm, wie in den meisten ländlichen Regionen Schleswig-
Entwicklung der Insel
Inseln und Halligen, die aus der Insel Strand entstanden sindDie Nordfriesen unterstanden seit dem 13. Jahrhundert im Wechsel den dänischen Königen oder schleswigschen Herzögen. Seit 1864/67 gehörte die Insel Pellworm dann zu Preußen, seit 1871 zum Deutschen Reich. Der Dichter Detlev von Liliencron war 1882/83 Hardesvogt der Insel.
Die Geschichte von Pellworm wurde durch Deichbau, Landgewinnung und Sturmfluten geprägt.
Die frühesten bezeugten Sturmfluten in den Jahren 1216 und 1230, kosteten im Gebiet von Nordfriesland Zehntausende das Leben. Zwischen dem 15. und 17. Januar 1362 ging der später sagenumwobene Hafenort Rungholt in einer Sturmflut (Grote Mandränke) unter, und es bildete sich die Insel Strand.
Am 1. November 1436 trennte eine große Sturmflut Pellworm von Nordstrand ab. Eine weitere Sturmflut 1480 trennte Pellworm in zwei Teile. Dieser Schaden konnte durch Anstrengungen beseitigt werden und 1550 waren Pellworm und Nordstrand wieder vereinigt. Doch die große Burchardiflut am 11. und 12. Oktober 1634 trennte Pellworm endgültig von Nordstrand ab. Dabei ertranken allein auf Pellworm etwa 1.000 Menschen.
Sturmfluten von 1697, 1701, 1703, 1717, 1718, 1719, 1720, 1729, 1743 und 1756 zerstörten wieder Teile der Insel. Die Schäden konnten aber rasch beseitigt werden. Das Elend auf der Insel wuchs aber wegen der hohen Belastung durch Deichbau und -
Auch heute kann es auf Pellworm unter Zusammentreffen aller ungünstigen Voraussetzungen zu einer den Deich überspülenden Sturmflut kommen. Die Fluten von 1831, 1911, 1936, 1962, 1976 und 1981 konnten die Insel nur deshalb nicht gefährden, da der Deich immer wieder erhöht wurde: Die letztgenannten drei Sturmfluten waren höher als die Flut von 1825. Aber auch der immer tiefer und breiter werdende Heverstrom und seine Seitenarme gefährden die Insel. Man konnte noch vor einigen Jahren die Norderhever zwischen Pellworm und Nordstrand bei Niedrigwasser durchwaten. Heute ist die Norderhever dort sechs bis neun Meter tief.
Erwogen wurde, einen überflutbaren Damm von Pellworm nach Nordstrand zu errichten, der den Sandabtrag vermindern soll. Dieser Plan wird aber derzeit ebenso wenig verfolgt wie der eines befahrbaren Dammes zum Festland.
Von 1635 bis 1637 wurden die wesentlichen Kooge der Insel unter wesentlicher Beteiligung holländischer Neusiedler wieder neu bedeicht, es folgten weitere Eindeichungen 1657, 1663, 1672 und 1687. Danach wurden nur noch 1790 und 1939 zwei weitere Köge eingedeicht. Im Rahmen eines Landgewinnungsprogrammes, unterlegt durch die nationalsozialistische Blut-
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Leuchtturm PellwormIm Rungholt-
Der Pellwormer Leuchtturm von 1906 im Süden der Insel ist zu besichtigen. Der 38 Meter hohe Turm ruht auf 127 bis 14 Meter tiefen Eichenpfählen und wiegt 130 Tonnen. Auf dem Leuchtturm befindet sich ein Standesamt – bei seiner Eröffnung das erste deutsche Standesamt auf einem Leuchtturm.
Wahrzeichen der Insel ist die imposante Turmruine der Alten Kirche -
Die Nordermühle ist ein 1777 errichteter einstöckiger Galerieholländer mit durchlaufendem Achtkantständer Segelflügeln und Steert. Die Kappe ist festgesetzt, die Flügel sind windgängig, die Einrichtung ist jedoch nicht mehr vorhanden. Die Mühle ist seit der Restaurierung 1995 ein Restaurant.
Im Jahre 1983 wurde ein kombiniertes Solar-
Im Nordwesten der Insel befindet sich eine leicht zugängliche, sehenswerte Vogelkoje, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Sie weist das einzige Gehölz auf der waldarmen Insel auf und ist nicht mehr in Benutzung.